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Celina Jure auf Papier
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Celina Jure auf Papier

Die Handlung der Malerei findet auf Papier statt.

Die Bühne wird ausgerollt auf den Boden des Ateliers. Dann beginnt die Arbeit.

Celina Jure: Largo

Man ist während der Arbeit am Boden. Man sieht den Anfang und das Ende nicht. So groß ist das Format, so lang das Leben. Man hinterläßt Spuren im Boden, aber farbig auf der Bühne aus Papier. Man schreibt Unheilige Schrift auf eine Schriftrolle, deren Anfang und Ende man nicht sieht. Aber man weiß um seine Endlichkeit, auch wenn man keinen Rahmen hat. Der Rahmen, der einen begrenzt, über den man gespannt wird. Angst, daß man das Papier nicht wert ist, auf dem man steht; Angst, daß die Rolle im Klo endet; Angst, daß die Spur im Sande verläuft; Angst, vom zivilisierten Papier gezähmt zu werden; Angst vor dem Papiertiger.

Nach der Arbeit rollt man seine Sieben Papiersachen zusammen.

Für das Publikum rollt man den Prozeß wieder auf und hängt ihn.

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