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Celina Jure Raketenstation
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Projektbeschreibung

Offene Raketenstation

Celina Jure
16. Oktober 2005

Celina Jure veranstaltet eine Ausstellung mit Konzert, offenem Dialog und Gastmahl auf der Raketenstation der Stiftung Insel Hombroich in den Seecontainern vor dem Field Institute.

Gezeigt wird eine Arbeit von ungefähr 50 Metern Länge. Sie erstreckt sich in vier Teilen über die Längswände von vier Seecontainern. Die Container sind parallel zu einem der Schutzwälle situiert, welche die ehemalige NATO-Raketenstation bei Hombroich einfassen. Alle Türen an den Schmalseiten der Container sind offen und erzeugen damit einen langen Raum in die Landschaft hinein, der im Licht durch die Abstände zwischen den Containern changiert. Durch die Raumstruktur werden die Besucher aufgefordert, sich entlang der Malerei zu bewegen, die Malerei im Gehen zu erkunden – im Gegensatz zu einer statischen eine öffnende Konfrontation mit Gemälde und Landschaft in stetigem Wechsel.

Somit entwickelt sich ein Prozeß, im Gehen, im Gang, im Fluß, der in seiner Struktur wiederum angelehnt ist an die Entstehung der Malerei selbst, bei der Celina Jure das Gesamte ebenfalls nur im Fluß der Arbeit, in der Summe der jeweils auf den Atelierboden entrollten Teile erkennt. Ebenso werden im Betrachter mit der Bewegung wechselnde Stimmungen, eine stets changierende innere Klangwelt erzeugt.

Diese Klangwelt findet ihre äußere Fortsetzung in einem Konzert zeitgenössischer Musik, komponiert von Christoph Staude. Im Internationalen Institut für Biophysik singt Tanja Bergmann, Sopran, begleitet vom Komponisten am Flügel. Die Sängerin ist in Farben, in Malerei gekleidet: in eine collagierte Arbeit von Celina Jure.

Schließlich wandern die Besucher in den Patio des Instituts für Biophysik. Dort eröffnen Ralph Jensch und Carl Friedrich Schröer den spontanen Dialog bei einer von Celina Jure nach argentinischem Rezept zubereiteten Mahlzeit.

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