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Eines Tages, als beide friedlich am Abendhimmel dahinschwebten, sagte Wolfgang zu Wolga: »Weißt du was? Ich habe schon so viel gesehen, so viel, so viel, aber immer nur aus der Ferne und immer nur von oben. Ich möchte aber nicht immer nur drüber schweben, ich möchte mal dabei sein, ich möchte die Menschen mal genauer kennenlernen.«

»Aber wir sind ja nun mal Wolken, Wolken am Himmel«, sagte Wolga.

»Das ist doch langweilig«, sagte Wolfgang.

Und dann hatte er eine Idee.

»Weißt du was? Wir schweben einfach mal ganz runter, bis auf die Erde und gucken uns alles ganz genau an.«

»Ganz runter?« fragte Wolga.

»Ganz runter!« sagte Wolfgang.

»Geht das denn?« fragte Wolga.

»Klar. Das nennt man Nebel«, sagte Wolfgang.

»Oh ja«, rief Wolga, »los, laß uns Nebel sein!«

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Und so kam es, daß eines Sommerabends in Hamburg aus heiterem Himmel Nebel ├╝ber die Stadt fielFortsetzung

Illustration Kapitel 15